Répertoire International de Littérature Musicale (RILM)

Internationales Repertorium der Musikliteratur (RILM) ist eine umfassende Musikbibliographie, die Musikforschern weltweit zur Verfügung steht. Derzeit hat RILM mehr als 875.000 Datensätze in 143 Sprachen aus 178 Ländern.

Auftrag
Organisation
Aufgabenbereich
Recherche
Zugang
Einsendung
Publikationen
Tutorium
Kontakte


Auftrag
RILM (Internationales Repertorium der Musikliteratur) ist der umfassenden und genauen Erfassung von Musikforschung in allen Ländern und Sprachen verpflichtet und berücksichtigt außerdem interdisziplinäre und interkulturelle Themen.

Mit der Ausweitung des weltweiten Netzwerks und fortgeschritten Informationstechnologien widmet sich RILM der Veröffentlichung von bibliographischem Wissen für Forscher und Interpreten.

RILM beabsichtigt die Kommunikation zwischen Forschern in den Kunst- und Geisteswissenschaften, den Natur- und Sozialwissenschaften.
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Organisation
Internationales Center
Commission Internationale Mixte
Komitees

RILM ist eine internationale Zusammenarbeit, die auf dem Modell der UNESCO basiert. Der Mittelpunkt dieser Organisation ist RILMs Internationales Center, in dem Materialien von etwa 60 nationalen Komitees bearbeitet werden. RILM wird von der Commission Internationale Mixte geleitet und beraten.

Internationales Center

Das Internationales Center ist am CUNY Graduate Center in New York City beheimatet. Unser Team besteht aus 28 Mitarbeitern, darunter Redakteure und Technologieexperten, geleitet von Chefredakteurin Barbara Dobbs Mackenzie. Die Redakteure stellen die Datenbank zusammen, betreuen sie und erstellen ein Register. Häufig ergänzen sie die Arbeit der Komitees mit Abstracts und zusätzlicher Literatur. Das Center publiziert Druckausgaben und bietet die Bibliographie durch verschiedene Datenbankanbieter an, die sie online veröffentlichen. Diese Datenbanken werden monatlich aktualisiert. Die Redakteure sind ferner im Marketing involviert. Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Konferenzen teil und RILM selbst veranstaltet Konferenzen.

Commission Internationale Mixte
RILM wird von der Commission Internationale Mixte geleitet und beraten. Die Kommission besteht aus je vier Repräsentanten von RILMs drei fördernden Organisationen: Internationale Gesellschaft für Musikwissenschaft (IMS), Internationale Vereinigung der Musikbibliotheken, Musikarchive und Musikdokumentationszentren (IVMB) und International Council for Traditional Music (ICTM). Die 12 Repräsentanten sind stimmberechtigte Mitglieder der Commission Mixte; die Chefredakteurin ist ein nicht-stimmberechtigtes Mitglied.

Tan Sooi Beng (ICTM)
Juan José Carreras (IMS)
Virginia Danielson (ICTM)
Jürgen Diet (IAML)
Elizabeth Giuliani (IAML)
Stanisław Hrabia (IAML)
Laurent Pugin (IMS)
萧梅 / Xiao Mei (ICTM)
Melanie Plesch (IMS)
寺田 吉孝 / Yoshitaka Terada (ICTM)
Jennifer Ward (IAML)
Frans Wiering (IMS)

Komitees
RILM ist ein weltweites Netzwerk und besteht aus nationalen Komitees in etwa 60 Ländern, die dafür verantwortlich sind, Abstracts für alle wichtigen Publikationen über Musik aus ihrem Land oder der Region zu erstellen. Diese Komitees bestehen aus Musikwissenschaftlern und Bibliothekaren an bedeutenden Universitäten, Nationalbibliotheken und Forschungsinstitutionen, wie beispielsweise die Cornell University, die British Library, die Rossijskaja Gosudarstvennaja Biblioteka, die Bibliothèque Nationale de France, die Unirio e Academia Brasileira, Det Kongelige Bibliotek in Denmark, das Staatliche Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz in Berlin und die Nationalbibliotheken in Kanada, Estland, Lettland und Litauen. In manchen Fällen liefern die Musikforscher und Bibliothekare Abstracts; manchmal schreiben die Autoren selbst Abstracts.
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Aufgabenbereich
RILM erfasst alle Arten von Publikationen über Musik in allen Medien, darunter Bücher, Fachzeitschriften, Online-Publikationen, wissenschaftliche Tonaufnahmen und Filme, Dissertationen, Habilitationen und mehr (siehe die komplette Liste von Dokumenttypen auf dieser Seite). RILM repräsentiert Publikationen aus 178 Ländern von Algerien bis Zypern, die in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Center und etwa 60 Komitees weltweit bearbeitet werden. Mehr als 875.000 Datensätze in 143 Sprachen enthalten Titel in englischer Übersetzung und Abstracts auf Englisch. Letztere sind nun auch in der Originalsprache erhältlich. Texte in kyrillischer, chinesischer, japanischer, arabischer und hebräischer Schrift werden in den entsprechenden Schriftzeichen wiedergegeben. Derzeit wachsen RILMs Datensätze in einer Rate von 30.000 Einträgen pro Kalenderjahr.

Die Titel von mehr als 11.000 von RILM bearbeiteten Fachzeitschriften können hier eingesehen werden.

In den letzten 20 Jahren hat sich RILM wichtigen Ressourcen in Musikethnologie und Popularmusik gewidmet. Das stolze Resultat ist aus den untenstehenden Tabellen ersichtlich. RILM widmet sich auch dem interdisziplinären Kontext für Musikstudien und schließt deshalb Publikationen aus anderen Disziplinen mit ein, darunter Anthropologie, Archäologie, Architektur, Kunstgeschichte, Tanz und Theaterwissenschaften, Bibliothekswissenschaft, Literatur, Pädagogik, Philosophie, Physik, Psychologie, Soziologie und Therapie.

Die Erfassung beginnt mit Publikationen aus dem Jahr 1967 und reicht bis in die Gegenwart. Retrospektive Projekte widmen sich spezifischen Publikationstypen aus früheren Jahren. Speaking of music: Music conferences, 1835–1966, eine kommentierte Bibliographie von Beiträgen publiziert in Konferenzberichten, wurde 2004 veröffentlicht. Das Projekt wird bald in die RILM Datenbank aufgenommen und wird damit Konferenzberichte von 1835 bis zur Gegenwart dokumentieren. Eine Bibliographie von Festschriftbeiträgen, die sich auf Musik beziehen, ist bereits erschienen; weitere Retrospektiven befinden sich in Planung.
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Recherche
Zusätzlich zu den umfangreichen bibliographischen Kategorien bietet RILM Schlagworte und Klassifikationen an, um die Literatursuche zu erleichtern.

     • 92 Klassifikationen (Sachgebiete) sind in 12 Hauptkategorien unterteilt.
     • Dokumente sind in eine weite Bandbreite von Dokumenttypen unterteilt.

Ihre Recherche ist weitgehend davon abhängig, welches Interface sie wählen, um RILMs Datenbank zu benutzen.
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Zugang
RILMs Bibliographien können durch die folgenden Anbieter online eingesehen werden:
EBSCO - EBSCOhost
ProQuest

Einsendung
RILM begrüßt Einsendungen von Autoren und allen, die zur Datenbank beitragen möchten.
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Publikationen
Liber amicorum: Festschriften for music scholars and nonmusicians, 1840–1966
Herausgegeben von James R. Cowdery und Zdravko Blažeković. Vol. 1: ISBN 1-932765-04-2; 978-1-932765-04-5. Vol. 2: ISBN 1-932765-05-0; 978-1-932765-05-2.

Festschriften—Buchbände, die zu Ehren einer Person oder Institution aus Anlass eines Jubiläums publiziert werden—sind für Musikforscher und Bibliothekare, Komponisten, Musiker und Musikinstitutionen, wie zum Beispiel Konservatorien, Organisationen und Verlage, seit dem frühen 19. Jahrhundert erschienen. Viele einflussreiche Arbeiten wurden in Festschriften von Wissenschaftlern publiziert, die darum bemüht waren, ihre Kollegen mit Berichten über ihre besonders bedeutenden Forschungen zu ehren.

Trotz ihrer großen Bedeutung sind Festschriften für Forscher bislang nicht optimal zugänglich gewesen. RILM hat hier Abhilfe geschaffen mit einer Bibliographie, die über 3.881 Aufsätze aus 715 Festschriften in Abstracts zusammenfasst und durch ein Register zugänglich macht. Darunter befinden sich auch Beiträge aus Büchern, die nicht ausschließlich der Musik gewidmet sind. Diese spiegeln historische Strömungen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wider, darunter den Beginn der Musikethnologie als eigenständige Disziplin, den Aufstieg und Untergang des Nationalsozialismus und die Blütezeit der seriellen Musik. Diese neueste Publikation der RILM retrospectives series (ISSN 1547-9390) gewährt einen lebendigen Einblick in die Geschichte verschiedener Kulturen, Disziplinen, Institutionen und bekannter Persönlichkeiten.

Der Band, der mit einer Gedenkschrift für Händel aus dem Jahr 1785 beginnt, dokumentiert in umfassender Weise die Musikkultur durch Festschriften, die Einzelpersonen, Kollektiven, Spielstätten, Verlagen, religiösen Institutionen, akademischen Einrichtungen, Instrumenten, Festivals und Städten gewidmet sind.

Speaking of Music: Music conferences, 1835–1966
Herausgegeben von James R. Cowdery, Zdravko Blažeković und Barry S. Brook. ISBN 1-932765-00-X; 978-1-932765-00-7.

Konferenzbeiträge sind wichtige Quellen für Wissenschaftler, aber sie zu finden kann arbeitsintensiv und frustrierend sein. Aufgrund dieses Bedarfs hat RILM eine Bibliographie mit ca. 6.000 Musik-Beiträgen von nahezu 500 Konferenzen, die zwischen 1835 und 1966 stattgefunden haben, erstellt. Diese neue Ergänzung zu den RILM retrospectives series (ISSN 1547-9390) beinhaltet auch Konferenzbeiträge zu Randgebieten der Musik, wie Psychologie und Akustik. Der Band enthält vollständige bibliographische Angaben, Zusammenfassungen und detaillierte Register, die nach Thema und Autor sowie Konferenzort und Sponsor aufgelistet sind.

Diese Publikation reflektiert eine Vielzahl von Denkschulen, von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, einschließlich den Höhepunkt der Romantik und den Beginn der Moderne, den Aufstieg und Untergang des Marxismus und die Entstehung von Multikulturalismus, um nur einige wenige zu nennen. Auf 762 Seiten gibt dieses Buch einen faszinierenden Einblick in die Geistesgeschichte der Musik.

Rezensionen
"Speaking of music entwickelt sich zur dominierenden Stimme in der retrospektiven Sacherschließung von Kongressberichten und Abhandlungen zur Musik." (Notes)

"Wissenschaftler mit dem Fokus auf die Geschichte der Musikwissenschaft werden sehr viel Material finden. Das Buch ist in größeren Forschungsbibliotheken unbedingt erforderlich." (ChoiceReviews)

"...ein Meilenstein in der Musikwissenschaft, nicht nur dadurch dass es eine Lücke schließt und den Forscher mit reichem Material versorgt, sondern vornehmlich weil es ein detailliertes Bild von der Entstehung und Entwicklung der Musikwissenschaft und ihrer Rolle in der allgemeinen Kultur entwirft." (Magyar zene)

How to write about music: The RILM manual of style
Herausgegeben von James R. Cowdery, ISBN 1-932765-03-4; 978-1-932765-03-8.

Das Handbuch spricht eine Vielzahl von speziellen Problemen an, die sich beim Schreiben über Musik ergeben. Diese Probleme können oft nicht mit allgemeinen Schreibanleitungen gelöst werden. How to write about music behandelt alle Themen aus einer breiten und interkulturellen Perspektive, darunter Titel, Manuskripte und Quellen, Transliteration, außereuropäische Systeme, Opus- und Katalognummern, Ton- und Akkordnamen. Das Handbuch bietet detaillierte Anleitungen für den bibliographischen Umgang mit Druckmedien, audiovisuellen und elektronischen Medien, Programmheften, Booklets und Musikvideos. Konkrete Beispiele illustrieren wichtige Punkte. Die zweite Auflage enthält ein neues Kapitel zur Erstellung von Registern sowie zusätzliche Ausführungen für spezielle Quellen und weitere Revisionen und Zusätze.

Für Studenten, Wissenschaftler, Bibliothekare, Journalisten und Musiker, die im anglo-amerikanischen Raum publizieren, ist dieses Buch unentbehrlich.
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Tutorium
Schreiben Sie uns, um einen Termin für eine kostenlose Live-Web Einführung zu machen. Ein RILM Experte wird Ihnen interaktiv zeigen, wie man optimal in der RILM Datenbank recherchiert. Diese Einführung wendet sich insbesondere an Musikbibliothekare, Lehrpersonal und Studenten.
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Kontakt
RILM International Center
City University of New York
365 Fifth Avenue, Suite 3108
New York, NY 10016-4309
Telefon: 1 212 817 1990

Bitte kontaktieren Sie uns bei
Fragen: questions@rilm.org
Anregungen: suggestions@rilm.org
Berichtigungen: corrections@rilm.org
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